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Badewanne

In Europe reinigte man sich jahrhundertelang in Holzzubern, und erst ende des 18. Jahrhunderts setzten sich Bade- und Sitzwanne aus Zinkblech und Kupfer durch. Ende des 19. Jahrhunderts wurde erstmalig Gusseisen verwendet.

Damals entstanden auch zusätzliche kuriose Formen wie die Schaukelwanne. Unter dem Slogan „Jedem wöchentlich ein Bad“ kam 1905 eine vollverzinkte, transportable und erschwingliche Wanne auf den Markt. Das war der Beginn der uns heute geläufigen HYGIENEGEWOHNHEITEN für alle Bevölkerungskreise.

  • Formen:
    Badewannen werden heute in einer Vielzahl von Formen angeboten (z. B. auch rund, oval, und als Eckwanne). Das gilt vor allem für Acrylwannen (siehe Stichwort „Acryl“), aber auch für Stahlwannen. Vielfältige Formen erlauben das Baden allein oder zu mehreren Personen. Zur Erhöhung der Sicherheit lassen sich die meisten Wannen zusätzlich mit Griffen ausstatten.
  • Materialien:
    Die heute üblichen Wannen bestehen entweder aus emailliertem Stahl oder aus Sanitär-Acryl-Kunststoff. Stahlwannen haben eine harte Emaille-Oberfläche, die eine lange Lebensdauer garantiert. Sie sind leicht zu pflegen.
    Acrylwannen sind hautsympathisch, fühlen sich immer warm an und die porenfreie Oberfläche ist rutschfest. Das Material ist voll durchgefärbt und pflegeleicht.

Badezimmer

Obwohl das WASSER-KLOSETT schon seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Gebrauch war, etablierte sich das separate, mit Wanne, WC und Bidet ausgestattete Badezimmer erst Ende des 18. Jahrhunderts, und zwar nur in den oberen Gesellschaftsschichten. Noch viel später – um 1800 – setzte dann mit der kanalisierten Wasserversorgung die moderne Entwicklung ein, die das Badezimmer zum selbstverständlichen Bestandteil jedes Hauses werden ließ.

Badmöbel

Flexibel kombinierbare Badmöbelprogramme finden sich im aktuellen Angebot der MARKENHERSTELLER. Denn die Anforderungen an einen modern gestalteten Waschplatz sind höchst unterschiedlich. Eine Familie mit Kindern benötigt im allgemeinen mehr Platz für Handtücher und Pflegeartikel als beispielsweise ein Single. Auch die Größe eines Bades spielt bei der Wahl der passenden Einrichtung eine entscheidende Rolle. So können viele Kompletteinrichtungen mit Spiegel, WASCHTISCH, Hochschrank und praktischen Ablageflächen auch beliebig erweitert und auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt werden.

Barock

Gegensatz zu schlicht; eine barocke Formgebung bezeichnet die (zitierende) Verwendung von dekorativen, üppigen Formen und bauchigen Rundungen sowie rankender Ornamentik in Anlehnung an den historischen Stil des Barock (ca. 1580/1600 bis 1730/1750). Hier wurde die Form nicht als Ausdruck einer Funktion, sondern als ihre Verhüllung oder Verschönerung/Überhöhung begriffen.

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Barrierefrei

Ein gesunder Mensch kann es sich schwer vorstellen, wie behindertenfeindlich die Umwelt ist. Gerade im Bad, dem Bereich, dem Rollstuhlfahrern die höchste Priorität im Hinblick auf eine von fremder Hilfe unabhängige Nutzung einräumen. Die Anforderungen an ein behindertengerechtes Wohnen sind in der DIN 18025 Teil 1 und 2 festgelegt. Hier werden die Mindestbewegungsflächen ebenso vorgeschrieben wie Bodenbeläge oder Einrichtungsvorschläge für Küche und Bad. Nicht alles, was in den DIN-Vorschriften aufgeführt ist, muss generell notwendig umgesetzt werden.
Von der Behinderung abhängig sollten individuelle Lösungen angestrebt werden. Absolut unverzichtbar ist ein unterfahrbarer Waschtisch, der mit behindertengerechten Armaturen ausgestattet werden kann. Spezielle WC`s ausgestattet mit mehr Sitzhöhe, erleichtern das umsetzen vom Rollstuhl. Wichtige Hilfen sind Haltestangen. Bei den Fliesen sollten auf Trittsicherheit geachtet werden.
Es gibt auch modulare Hilfsmittelprogramme zur behinderten- und seniorengerechten Badausstattung. Durch eine Kombination von Wandschienen und Einzelelementen ist es sehr flexibel. Der Träger der Idee und der Produkte ist eine Wandschiene. Ist sie erst einmal montiert, lässt sich das Badezimmer mit allerlei Hilfsmitteln versehen. Die Elemente - Stützklappgriffe, Duschstuhl usw. - lassen sich nach Bedarf leicht und schnell auf die Schiene montieren und individuell auf verschiedene Höhen einstellen.

Bauhaus

Das Bauhaus ist Deutschlands berühmteste Kunst-, Design- und Architekturschule der Klassischen Moderne, die von 1919 (Weimar) über den Neubau von Walter Gropius in Dessau (1925–1932) bis 1933 (Berlin) bestand.

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Baumärkte

Selfmaker finden in Baumärkten Produkte für ein komplettes Bad. Beim Produktprogramm und bei der Beratung gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. Wenn Sie Wert auf professionelles Know-how von der typgerechten Einrichtungsberatung bis zur Unterstützung bei der Selbstmontage legen, sollten Sie beim Einkauf nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Serviceleistungen.

Bedienkomfort

Hier gibt es erhebliche Unterschiede und viele Steigerungsmöglichkeiten – vor allem bei der ARMATUR, bei der Duschstange, bei der BRAUSE und bei der DUSCHABTRENNUNG. über die Details informieren Sie sich am besten bei Experten. Empfehlenswerte Anlaufstellen sind die FACHAUSSTELLUNGEN BAD des SANITÄRFACHHANDELS sowie SANITÄRINSTALLATEURE.

Beleuchtung

Alles, was im bad mit Strom zu tun hat, sollten Sie aus Sicherheitsgründen Fachleuten überlassen. Neben der pflichtgemäßen Einhaltung der Vorschriften spielt bei der Beleuchtung im Bad die „Kür“ eine wichtige Rolle. Eine Lichtquelle in der Deckenmitte und eine zweite über dem Spiegel sind unbefriedigend. Für die Gesichtspflege ist schatten- und blendfreies Licht wünschenswert. Diese Anforderung erfüllen links und rechts von der Spiegelfläche montierte Wandleuchten. Lichtakzente setzen Sie im Bad mit Niedervolt-Halogen-Einbaustrahlern. In Fensternähe in die Decke eingebaut und mit mattierten Glasdiffusohren ausgestattet, wirken Sie schon vor Sonnenaufgang wie Tageslicht.

Vor allem in fensterlosen Räumen, wie es im Badezimmer häufig der Fall ist, ist das Ziel der Lichtplanung eine gute Ausleuchtung des gesamten Raumes. Dies wird erreicht durch eine individuelle Deckenbeleuchtung und eine gleichmäßige Ausleuchtung des Spiegelbereiches. Die beste Ausleuchtung wird erzielt durch auf beiden Seiten des Spiegels montierte Leuchten - störende Schatten werden vermieden. Aber auch nur eine Leuchte, oberhalb des Gesichtsfeldes angebracht, kann komfortables Licht bieten, wenn die Lichtstärke richtig gewählt ist. Eine sinnvolle Ergänzung sind beleuchtete Vergrößerungsspiegel.

Beratung

Für das Bad gibt es eine enorme Auswahl an Produkten und Kombinationsmöglichkeiten. Da verlieren Interessenten im Alleingang leicht den überblick und sind schließlich ratlos. Zuverlässige Lotsen auf dem Weg zum Traumbad sind geschulte Einrichtungsberater. Sie finden sie in den FACHAUSSTELLUNGEN BAD und in Sanitärinstallationsbetrieben, die sich z. B. auf den Bäderbau spezialisiert haben. Die Kompetenz eines Beraters und/oder eines Installateurs erkennen Sie unter anderem daran: Bevor er mit Ihnen über einzelne Produkte spricht, informiert er sich ausführlich über Ihre Einrichtungswünsche und Geschmacksvorlieben – am besten in Ihrer Wohnung/ Ihrem Haus. Dort kann er auch gleich feststellen, was technisch machbar ist.

Bidet

Das Bidet (französisch: „kleines Pferd“) ist ein Sitzwaschbecken für die Intimpflege und wurde 1740 in Frankreich erfunden. Anfangs waren es Schüsseln aus Holz, später aus Kupfer oder Silber getriebene Becken. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden dann Bidets aus Porzellan hergestellt. In Deutschland sind Bidets erst seit dem 20. Jahrhunderts bekannt. Ursprünglich zur Intimpflege bestimmt, hat sich das Bidet zur multifunktionalen Waschfunktion (Füße, Kinder, etc.) entwickelt.
Das Bidet ist in Form und Farbe auf das WC abgestimmt und sollte möglichst auch neben ihm angebraucht werden.
Für optimalen Komfort sorgt eine Thermostatarmatur, die gleich bleibend warmes Wasser garantiert. Übrigens: Wandhängende Bidets sind bis zu 400 kg belastbar.

Bidetarmatur

Armaturen für das Bidet gibt es zu jeder Serie passend als Zweigriffarmatur oder Einhebelmischer. Für den besonderen Bedarf gibt es schwenkbare Ausläufe und Ausläufe mit einem Kugelgelenkmousseur, der einen weichen, mit Luft angereicherten Wasserstrahl erzeugt.

Bildsprache

Eine Bildsprache ist ein Weg, mit Bildern anstelle von Worten zu kommunizieren. Benutzt werden realistische Bilder, aber auch stilisierte Bilder wie etwa Piktogramme: Sie weckt Assoziationen. Geeignet sind dafür etwa Bilder, die einen bestimmten Zusammenhang anklingen lassen — zum Beispiel Motive, die für Natur, antike Klassik oder Motorsport stehen. Eine Formensprache kann auch direkte Zeichenfunktion annehmen und auf die Art der Nutzung des Produkts oder Gebäudes hinweisen — etwa eine Würstchenbude in Form eines Hotdogs, das nach oben aufgeschwungene Dach eines Flughafen-Terminals, der Handgriff mit Mulden wie von Fingerabdrücken etc.

Bodenbeläge

Neben Fliesen eignen sich viele andere Materialien als Fußbodenbelag fürs Bad:
Holz, Kautschuk, Kork, Kunststoff, Metall, Teppichboden – auch in Kombination. Sie müssen hygienisch, feuchtigkeitsbeständigt und pflegeleicht sein. Bei verklebten Belägen ist darauf zu achten, dass Wasser nicht in Fugen und an Kanten eindringen kann.

Brause

Brausen formen und führen das Wasser beim Duschen. Am stärksten verbreitet sind Handbrausen in Verbindung mit flexiblen Schläuchen. Bei Markenprodukten haben in der Regel schon die preisgünstigsten Ausführungen eine integrierte Reinigungsfunktion, die das Verkalken der Wasseraustrittsdüsen verhindert. Die Varianten reichen dabei von Strahldüsen aus elastischem Kunststoff (hier wird der Kalk weggerubbelt) bis zur vollautomatischen Reinigungsfunktion.
Hochwertige Brauseschläuche haben verdrehsichere Anschlussstücke und eine Schnellkupplung für den Austausch der Brause. So lässt sich die Standardvariante schnell durch eine Multifunktionsbrause mit mehreren Duschstrahlarten, durch ein Gießrohr für die KNEIPP´SCHE Hydrotherapie oder durch eine spezielle Massagebrause ersetzen. Neben den Handbrausen gibt es fest eingebaute Kopf- und Seitenbrausen und – speziell für Saunafreunde – Schwallbrausen. Immer beliebter sind Duschsystem für die Rundum - Berieselung. Diese komplett vormontierten Einheiten lassen sich mit wenigen Handgriffen auch nachträglich installieren.

Brausestange

Die Brausestange macht die Handbrause zur Höhen verstellbaren Kopfbrause. Manschen, die weniger gut zu Fuß sind, suchen und finden daran auch Halt. Deshalb gibt es besonders stabile Brausestangen, die als Haltegriff geprüft und zu gelassen sind. Einfache Brausestangen haben für die Höhenverstellung eine Fixierschraube. Deutlich mehr Komfort bieten die selbstarretierenden Varianten. In engen Duschkabine ist es sinnvoll, die Brausestange Platz sparend im Eck zu montieren. Markenhersteller bieten dafür spezielle Montagesets an.

bildhaft

Anschauliche Darstellung oder Gestaltung anhand von Bildern; eine bildhafte Sprache enthält viele Vergleiche (ein Mann wie ein Baum, ein Brausenstrahl wie ein Regenschauer) und zum Teil kräftige Ausdrücke. Auch ein Produkt kann bildhaft gestaltet sein, wenn es einen Gegenstand zum Vorbild nimmt und Assoziationen anklingen lässt.

bodenständig

Verwurzelt; Gegensatz zu abgehoben und überkandidelt; wird oft verwandt, um eine schlichte, grundsolide Qualität zu beschreiben. Gemeint sind damit auch Handwerkskunst, Tradition, bewährte Qualität und eine relative Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen (Mode, Technologie etc.). Negativ verwendet kann bodenständig auch beschränkt, konservativ oder in veralteten Traditionen verhaftet bedeuten. Bei einer positiven Verwendung dieses Begriffes ist deshalb immer auf den Kontext zu achten und eine eindeutig positive Haltung einzunehmen.


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