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Der Barrierefreier Gestaltungsprozess als 'Design für Alle'

01.09.2010 | Rubrik: Badplanung | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Beschäftigt man sich mit der Produktpalette, die mit den Begriffen „Barrierefrei“ oder „Seniorengerecht“ oder „50+“ am Markt vertrieben werden, kommt man zum Entschluss, dass der Begriff 'Design für Alle“ hierfür am sinnvollsten wär. Denn unter dieser Bezeichnung werden Konzeptionen der Barrierefreiheit, ursprünglich gedacht als Hilfe für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, weiter entwickelt hin zu Produkten, die sich für jedermann in jeder Lebenslage besonders nutzerfreundlich genutzt werden können. Dabei sollte man keineswegs auf die Entwicklung von Einzelprodukten achten, dafür umso mehr bei der Betrachtung von Lebenswelten, um die Berücksichtigung des Gesamtkomplexes von Bedürfnissen, die bei unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten positiv befriedigt werden. Mit den dahinter stehenden Grundsatzfragen befasst sich das Europäische Institut Design für Alle in Deutschland. Design für Alle ist nicht nur eine Philosophie, sondern umschreibt auch einen Gestaltungsprozess, der darauf abzielt, eine barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit für möglichst alle Menschen zu erreichen. Das bedeutet, dass die gebaute Umwelt, Produkte und Dienstleistungen so gestaltet sein sollen, dass sie sicher, gesund, funktional, leicht verständlich und ästhetisch sowohl anspruchsvoll als auch nachhaltig sind und daher die menschliche Vielfalt berücksichtigen und sich nicht diskriminieren auswirken.

Zu beachten ist das in vielen Bereichen der Haustechnik nach dem Stand der Technik installiert, und weniger nach den Möglichkeiten des Komforts, der Vielseitigkeit gehandelt wird. Dabei ist das aktuelle Angebot in jeder Hinsicht optimal. Allerdings muss gezielt gesucht und gewählt werden, muss das Konzept der optimalen Nutzbarkeit verfolgt werden. Wer sich im SHK-Handwerk für ein 'Design für Alle' Konzept entscheidet, darf sich allerdings zugleich der Kundenzufriedenheit gewiss sein. Und wird bei entsprechender Argumentation auch ein höherpreisiges Angebot durchsetzen können, zum Nutzen des Kunden, aber auch für den geschäftlichen Erfolg des Handwerksbetriebs. Um vor allem im Sanitärbereich umfassend informiert zu sein, empfiehlt es sich, an einer Schulung der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik teilzunehmen. Das Wissen zählt, die Zertifizierung als Fachbetrieb für senioren- und behindertengerechte Installation kann im Einzelfall gewiss nützlich sein, aber der Konzeption Design für Alle ist Wissen, Macht und Verschwiegenheit mitunter nützlich. Empfiehlt man seinem Kunden, zum Beispiel, ein WC mit stufenloser Höhenanpassung, so stehen weder Behinderung noch Alter im Fokus, es geht dabei vorrangig um Komfort. Vom Kleinkind bis zum 2-Meter-Mann hat dabei jeder sein ideales WC in optimaler Sitzhöhe. Gleiches gilt verstärkt für den höhenverstellbaren Waschtisch. Welches Familienmitglied bestimmt das Höhenprofil. Muss die normalgroße Frau auf den Hocker steigen oder der großgewachsene Hausher zum Rasieren in die Knie gehen? Anpassung ist die Lösung. Beim Dusch-WC steht auch nicht die Hilfe bei körperlicher Einschränkung als Empfehlungsgrund an, es geht vornehmlich um einen hohen Hygienestand, wie er zum Beispiel in Japan selbstverständlich ist.

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