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VDI 2035

16.07.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Das wichtigstes Lebensmittel, das Trinkwasser, lässt sich in Deutschland in drei so genannte Härtebereiche von I bis III, im einzelnen weich, mittel und hart in Abhängigkeit von der Herkunft des Wasser einteilen. Der Härtebereich gibt an, wie viel Kalk im Wasser gelöst wird. Grundsätzlich stellt Kalk keine gesundheitliche Beeinträchtigung für Menschen dar. Das eigentliche Problem entsteht in der haustechnischen Installation und den Heizungsanlagen. Kalk hat die unangenehme Eigenschaft, insbesondere bei Wassertemperatur über 60°C, von seinem gelösten, in einen festen Zustand zu wechseln. Man spricht hierbei vom Ausfallen von Kalk. Es ist davon auszugehen, dass diese Kalziumkarbonatabscheidung sich letztlich an vakanten Punkten absetzt und weitergehende Probleme auslöst. Um diesen Problemen zu begegnen, muss man zwei Betätigungsfelder voneinander trennen. Den einen Bereich stellt die Heizungsanlage als solches dar. Da fast alle Heizungsanlagen mit Wasser gefüllt sind, führen Kalkablagerungen zu einer Beeinträchtigung des Wärmeübergangs und damit zu einem höheren Energieverbrauch.

Anzuführen ist, dass der Kalk zwar im Grunde nur einmal in diesem geschlossenen System ausfallen kann und damit die Menge begrenzt ist, aber im Laufe des Lebenszyklus einer Heizungsanlage häufig Wasser nachgefüllt werden muss, was letztlich wieder neun Kalk ins System bringt. Der zweite Bereich ist die Problematik Trinkwasser bzw. dessen Erwärmung. So durchströmt Wasser Speicher, Plattenwärmetauscher, Installationsrohre, Fitting und Armaturen und lagert sich, beeinflusst durch den Faktor Temperatur, an signifikanten Stellen ab. Dies führt u.a. zu verminderten Wärmeübergängen, zum Rohrinfarkt durch Verengung der Leitungen und Armaturen und im schlimmsten Fall zu Rohrbrüchen durch Korrosion. Viele Hersteller setzen mittlerweile zur Vermeidung von z.B. Kesselstein den Einsatz von aufbereitetem Wasser aus Gewährleistungsgrößen voraus, da die Technik immer kompakter und effizienter und damit auch störanfälliger auf Kalk wird.

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