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Millionenstrafe für Sanitärhersteller

30.06.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Schon seit Jahren haben wir zu viel Geld für Sanitärprodukte gezahlt. Ob Badewannen, Duschkabinen oder Wasserhähne, alle Preise wurden nachweislich illegal hoch gehalten. Dank der EU-Kommission ist diese verbotene Preisabsprache aufgeflogen. Jetzt müssen die Sanitär-Ausstatter eine Millionstrafe dafür zahlen. Insgesamt müssen 17 Sanitär Firmen einen Gesamtbetrag von 622 Millionen Euro zahlen, da Sie gegen das Kartellrecht verstoßen haben. Bau- und Handwerksfirmen sowie viele Verbraucher wurden mit einer Preisabsprache geschadet. Erschreckend ist allerdings auch, dass namhafte Deutsche Hersteller wie Villeroy & Boch, Dornbracht, Grohe, Duravit, Hansa und Kludi mit in diesem Geschäft verwickelt waren. Nachweislich wurden die Preise so schon mind. 12 Jahre lang künstlich hoch gehalten. Allerdings handelt es sich bei den Strafen um nicht so hohe Summen, da die Firmen aufgrund der Krisen eine Ausnahmeregelung von der EU-Kommission genehmigt bekommen haben. V&B muss eine Strafe von 71,5 Millionen Euro zahlen, diese Summe ist aber im Gegensatz zur US-Amerikanischen Firma Ideal Standard mit 326 Millionen Euro, eher eine geringe.

Betroffen waren wohl im Zeitraum von 1992 bis 2004 die Bereiche Toilettenboiler, Duschkabinen, Duschtüren, Badewannen und Armaturen, wo es mehr als 250mal zu Kartellgesprächen kam. Ein verbotenes Kartell zu bilden, kann für ein Unternehmen teuer werden, denn die EU sieht Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes vor. In diesem Fall bleiben die Beträge aber weit darunter. Grund dafür war die Wirtschaftskrise, in der die EU-Kommission Rücksicht auf die schwierige Lage vieler Firmen nimmt. So hatten einige Kartellsünder erklärt, sie würden Pleitegehen, wenn sie die üblichen hohen Summen zahlen müssten. Mit Schließung dieser Firmen würde man den Sinn der Strafe auch gar nicht treffen, da viele unschuldige Arbeitnehmer so ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Die EU-Kommission hatte entschieden, in der Krise Kartellsündern entgegenzukommen. So können Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ihre Geldbußen künftig leichter in Raten abbezahlen. Anders als bisher müssen sie für noch nicht beglichene Raten keine Bankgarantie mehr vorweisen. Von dieser Regelung profitieren auch die deutschen Sanitärausstatter.

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