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Desinfektionsmaßnahmen von Trinkwasser in einer Hausinstallation

15.06.2010 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Unter Desinfektion versteht man die Abtötung bzw. Inaktivierung von Krankheitserregern auf ein Niveau, von dem keine Infektionen mehr ausgelöst werden können. Die Reduzierung sollte üblicherweise mehr als 4 log-Stufen betragen. Die Desinfektion von Trinkwasser ist nur dann einzusetzen, wenn eine zwingende Notwendigkeit besteht. Sie kann eine Optimierung der Technik nicht ersetzen, allenfalls einen Zeitgewinn verschaffen. Desinfektionsmaßnahmen können folgendermaßen durchgeführt werden, mit einer Physikalischen Methode hierunter versteht man UV-Bestrahlung oder eine Thermische Desinfektion. Als zweite Methode gibt es die Chemische Lösung, hier kann durch eine Chlorung, Chlordioxid oder einem Ozon die Desinfizierung erfolgen. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Desinfektionsmaßnahmen außerhalb des laufenden Betriebes, d.h. ohne Einwirkungsmöglichkeiten auf den Verbraucher, und Desinfektionsmaßnahmen im laufenden Betrieb, bei denen alle Anforderungen des TrinkwV sowie die a.a.R.d.T. beachtet werden müssen. Als die vielleicht einfachste zu realisierbare Methode ist die Thermische Desinfektion.

Bei der thermischen Desinfektion müssen die Trinkwassererwärmer auf mind. 70°C und die gesamte Zirkulation auf 70°C hochgeheizt werden. Die Temperaturen dürfen während der Gesamtmaßnahme nicht absinken. Abschnitts- bzw. Strangweise sind alle Entnahmenstellen zu öffnen. An allen Stellen muss für mindestens 3 Minuten 70°C heißes Wasser fließen. Die Vorteile dieser Methoden sind das es keine Resistenzen mehr gibt, da eine hohe Abtötung erfolgt. Die Thermische Desinfektion ist auch wirksam gegen Biofilme und Amöben. Die Nutzung bereits vorhandener Warmwasserbereiter ist ebenfalls möglich, da auch kein Chemikalienzusatz benötigt wird. Natürlich gibt es auch einige Nachteile die man hierbei nicht außer Acht lassen sollte, zum einen besteht eine Verbrühungsgefahr und eine Korrosion der Leitungen ist durchaus möglich. Die Dekorschichten werden hierbei mit hoher Wahrscheinlichkeit zerstört werden. Die Maßnahme muss geregelt erfolgen und kann nur in hydraulischem Eingeregelten Systemen angewandt werden. Des Weiteren bleibt der Zustand der Wasserleitungen instabil und sollte weiterhin in Beobachtung bleiben.

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