Das Bild vom Bad als rechteckige Box mit den an der Wand aufgereihten Becken, WC und Wannen ist überholt. Heute werden ganzheitliche Badkonzepte angeboten, die den Raum innenarchitektonisch gliedern. Die Sanitärbranche macht aus dem Bad ein Zimmer mit unterschiedlichen Zonen, die der Hygiene, dem Styling oder der Regeneration dienen können. Baddesign ist schon lange nicht mehr nur Produktdesign. Der Funktions- und Bedeutungswandel des Badezimmers beeinflusst neben dem Produktdesign auch immer mehr den Raum, seine Größe und Struktur. Die Hersteller planen bei neuen Badkollektionen daher auch zunehmend die Möglichkeiten mit ein, wie das Produkt für die Raumnutzung und Gestaltung eingesetzt werden kann. Solche Konzepte antworten auf das Konsumentenbedürfnis nach einer ganzheitlichen Badgestaltung und enthalten auch schon mal Empfehlungen für das Interior Design, etwa Empfehlungen für Materialien, Farben, Kombinationen, Lichtführung, Accessoires und so weiter und so weiter. Die Sanitärobjekte ragen in den Raum hinein oder werden mittig platziert, es entstehen Sichtachsen, sich durchdringende oder abgeschirmte Raumteile. Aus Duschen werden Raumteiler, Vorwandelemente nehmen Armaturen und Waschbecken auf und das WC verschwindet zumindest in einer abtrennbaren Nische.
Denn der Rest des Bades wird als Wohnfläche definiert, die etwa durch Relax- Möbel und Teppiche gestaltet wird.
