Der Meister der ausgefallen Formen und Ideen
hat sich natürlich nicht nur im Badbereich
einen Namen gemacht, sondern ist im Bereich des
Produktdesign ein äußerst gefragter Mann.
Durch seine Gestaltung aerodynamischer und
biomorpher Formen hat sich Colani einen
Namen gemacht, an dem auch Villeroy & Boch
nicht dran vorbei kam.
Der 1928 in Berlin geborene Lutz Colani wurde schon als kleiner Junge zur Kreativität gezwungen und konnte dies später für sein Studium großflächig ausnutzen.
Er studierte neben der Bildhauerei und Malerei in Berlin außerdem Aerodynamik an der Pariser Sorbonne, was ihn auch später zu einem begnadeten Designer von Fahrzeugen aller Art werden ließ.
Seine Formensprache zeichnet sich durch rundliche, von rechten Winkeln freie Entwürfe im „Biodesign“ aus, die organische Formen nachahmen, und von Luigi Colani mit ihrer besseren Ergonomie begründet werden. Beispielhaft für diesen Anspruch ist die Kugelküche. Während zahlreiche seiner kleineren Gebrauchsgüter (Badezimmer-Armaturen, Fernseher, Computermäuse) bei Liebhabern Verbreitung gefunden haben, wurden seine Entwürfe für Lkw u. a. für Larag und DaimlerChrysler und Sportwagen aus „praktischen Gründen“ nicht in Serienprodukte überführt, obwohl der Treibstoffverbrauch seiner Kreationen deutlich, im Fall des Lkw um 1/3, niedriger lag als bei den Serienfahrzeugen. Zudem erhöhte sich die Höchstgeschwindigkeit eines von ihm nur aerodynamisch umgebauten Ferrari enorm. Colani ist auch ein Meister der Selbstdarstellung, der sich mit bissigen Kommentaren zu den Arbeiten seiner Kollegen nicht zurückhält.
