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Stahl und Email

14.11.2007 | Rubrik: Badmagazin | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

So mancher, der das Wort Email hört, denkt
dabei an den Kochtopf aus Großmutters
Küchenschrank. Ein schweres Ungetüm mit
unschönen schwarzen Stellen, an denen das
Email über die Jahre abgeplatzt ist.

Mit Emaillierungen, die heute zum Einsatz
kommen, hat das allerdings nicht mehr
viel zu tun. Und trotzdem hält sich das
Bild penetrant in vielen Köpfen.

Beim Wannenproduzenten Bette in Delbrück kann man sich davon überzeugen, dass man mit den Werkstoffen Stahl und Email keine unliebsamen Überraschungen erlebt. Handwerker, die die Produktion besichtigen, werden nach kritischen Fragen z.B. aufgefordert, mit einem Metallhammer auf eine Wanne zu schlagen. Die überraschenden Gesichter, wenn nichts passiert, sprechen für sich. Doch wie entsteht eigentlich eine Stahl/Email-Wanne und was steckt hinter den guten Materialeigenschaften? In der Produktion kommen ausschließlich natürliche Materialien zum Zuge: Glas, Wasser und Stahl. Daran hat sich seit Omas Kochtopf nichts verändert. Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage jedoch deutlich verbesserte Materialien und Fertigungstechnik.

Der Beginn der Fertigungsstrecke gleicht einem Karosseriewerk in der Autoproduktion. Aus Stahlblechen (im Falle von Bette kommt ausschließlich entkohlter und titanveredelter Stahl zum Einsatz) wird in einer Tiefziehpresse das Blech zur Badewanne umgewandelt. Von dem Stempel der Positivform, die aussieht wie eine Wanne von unten, wird die Stahlplatine in einem Fließvorgang zu einer Wanne geformt. Allein dieser Prozess erfordert bereits ein umfangreiches produktionstechnisches Know-how, denn der Wannenkörper soll schließlich hinterher an jeder Stelle die gleiche Wandstärke aufweisen. In zwei vollautomatischen Pressenstraßen können auf diese Weise bei Bette im 30-Sekunden-Takt ca. 700000 Wannen pro Jahr hergestellt werden. Nach dem Tiefziehen wird der Rohling über Transferportale zu den Arbeitsplätzen „Lochen Ab- und Überlauf“, “Hochstellen der Ränder“, “Formen der Ecke“ und „Bördeln der Seiten“ transportiert. Dann wird die Wanne erst einmal gründlich gereinigt, denn nur ein blanker Stahl gewährleistet die nachfolgende, einwandfreie Emaillierung.

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