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Die Farbe Schwarz

18.10.2007 | Rubrik: Aktuell | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Wenn Van Gogh behauptete, in einem
Gemälde von Franz Hals 27 verschiedene
Schwarztöne ausgemacht zu haben,
dann „verbildlicht“ das zumindest,
dass sich diese unbunte Farbe nur höchst
selten in ihrer reinsten Form wiederfindet.

Lichtüberflutungen oder eine farbige Umgebung geben dem Schwarz fast immer einen Schleier der Buntheit und während es außerdem bei einer matten Oberfläche heller wirkt als bei einer glatt glänzenden, wird es zusätzlich auch noch von seinen „Ursprüngen“ beeinflusst, was dann ein Blauschwarz, Braunschwarz oder Grauschwarz zum Ergebnis hat.

Der unübertroffene Kontrast von Schwarz und Weiß konnte sich zuletzt über Jahre hinweg als Lieblingsthema der Designer behaupten. Als Farben objektiver Tatsachen spiegelt dieses Duo den Realismus von Schwarz-Weiß-Fotos wieder. Eine Wirkung, die von so manchem als „Minimalismus“ angesehen und entweder geliebt oder gehasst wird. Dabei kann eine Ausstattung in diesen beiden Farben, die ja genauso genommen gar keine sind, äußerst flexibel sein. Schwarz-weiße Bäder sind nicht festgelegt, sondern lassen sich durch bunte Accessoires, Handtücher oder Badematten immer wieder optisch umgestalten.
In Küchen, in denen eine solche Tonkombination besonders gern zum Unterstreichen des High-Tech-Looks genutzt wird, reicht oft schon eine Schale Obst oder ein Korb mit Gemüse, um der farblichen Kälte den Schneid abzukaufen. Schließlich wird Schwarz dafür gerühmt, dass es jeder Farbzusammenstellung Kraft verleiht und ihre Wirkung steigert. Grundsätzlich aber verträgt sich Schwarz mit jeder anderen Farbe. Wer Individualität zeigen will, trägt Schwarz. Es wirkt abgrenzend und unnahbar, mächtig und stark. Und es gilt als die bevorzugte Farbe teurer Statussymbole wie große Autos und kostspielige Garderobe.

Die unnachahmliche Eleganz dieser Farbe verkehrt sich bei den geringsten Anzeichen von Abnutzung und Beschädigung bekanntlich leicht ins Gegenteil. Grundsätzlich gibt es aber auch keine andere Farbe, die mit so vielen negativen Assoziationen belastet ist, wie das Schwarz. Die Liste niederschmetternder Wortbeispiele ist lang: von Schwarzarbeit bis zum Schwarzen tag, vom Schwarzsehen über die Schwarze Magie bis hin zum Schwarzen Humor. In England nennt man den bösen Blick „black look“ und im Mittelalter grassierte in Europa der Schwarze Tod, wobei das Sterben, zumindest in unseren Breitengraden, ohnehin schon unlöslich mit dieser Trauerfarbe verknüpft ist. Als Farbe der Kirche und des alten Adels (besonders des spanischen) steht es auch heute noch stellvertretend für Konservatismus und Katholizismus. Schwarz gibt schließlich ebenso eine bestimmte politische Richtung an wie tiefe Religiosität.

Diese Unfarbe, die durch die (fast) völlige Absorbierung der Lichtstrahlen entsteht, genießt in der Natur Seltenheitswert. Verbranntes, Abgestorbenes ist Schwarz, ebenso Bedrohliches wie Gewitterwolken oder Dunkelheit. Die wenigen Tiere, die durch ein schwarzes Fell auffallen, haben es auch nicht leicht: Eine schwarze Katze gilt als Unglücksbote und über ein schwarzes Schaf in der Familie hat sich schon so mancher schwarz geärgert.

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