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Die Farbe Weiß

15.10.2007 | Rubrik: Aktuell, Bad-Tipps & Ideen, Badgestaltung | 0 Kommentare | 0 TrackBacks

Farben spielen im Bad eine wichtige Rolle. Für den Badplaner ist es deshalb besonders wichtig, die Sprache der Farben zu verstehen, ihre Wirkung zu kennen, um sie entsprechend einzusetzen.

Nur 0,5 % aller Menschen mögen weiß nicht, während es bei der überwältigenden Mehrheit fast ausschließlich angenehme Gedanken und Gefühle weckt. Dies ist in der Farb-Psychologie nichts neues, da weiß von alters her die Farbe der Unschuld und Sanftheit, der Reinheit und Ästhetik, sowie der Leichtigkeit und Ruhe ist.

Die „weiße Fahne“ der Kapitulation und die „weiße Taube“ symbolisieren den Frieden. Die „weiße Weste“ steht für untadeliges Verhalten, während das weiße Opferlamm ebenso zu den vielen religiösen Erscheinungsformen dieser Farbe zählt, wie der „Weiße Sonntag“.
Dass die Eskimos viele Namen für diese Farbe haben, wird niemanden verwundern. Ebenso nahe liegend ist aber auch, dass Weiß in seiner reinsten Erscheinung immer kühl und ruhig wirkt: Da sich jedes Farbempfinden aus einer Summe von sehr oft gemachten und deshalb verinnerlichten Erfahrungen zusammensetzt, gilt Weiß in diesen Zusammenhang als ein unbewusstes Synonym für Schnee und Eis. Außerordentlich kalt wirkt Weiß im zusammengehen mit klarem Blau, dabei gleichzeitig aber auch unvergleichlich „keimfrei“. In Küchen kam diese Kombination deshalb schon immer gerne zum Einsatz, ebenso wie in Bädern, bei reinigungsmittel oder Zahncremes, kurz bei allem, was den Eindruck geputzter Sauberkeit hinterlassen soll. In der Kombination mit Weiß wirken aber auch alle anderen Farben frischer und klarer, während Beimischungen von Weiß Farben kälter erscheinen lassen. Weiß verfügt dabei über eine unvergleichlich „raumschaffende“ Wirkung, es lässt ein Zimmer größer, weiter erscheinen. Und trotzdem sind weiße Räume eine nicht unproblematische Lösung – hier werden Strukturen schonungslos offensichtlich: Die feine Maserung weißen Marmors, das „Relief“ einer Strukturtapete, der raue Putz einer Wand, das Gewebe von Gardinen oder die schimmernde Oberfläche weißer Fliesen, dies alles kann sehr wohl für Spannung und „Leben“ sorgen, aber jeder kleine Makel macht das feine „Outfit“ schnell wieder zunichte.
Dabei ist es ein Irrglaube, dass ein weißes Interieur immer auch mit steriler Distanz in Zusammenhang gebracht werden muss. Zum einen vermitteln gebrochene Weißtöne unter Umständen einen ausgesprochenen gemütlichen Eindruck und zum anderen lassen sich sparsam eingesetzte, farbige Hingucker so sehr viel besser und nachdrücklicher ins Blickfeld rücken. Das leichte Weiß schwebt bei der Raumgestaltung gern in „höheren Regionen“, während sich beispielsweise das bodenständige und schwergewichtige Gegenstück Schwarz eher für die „Basisarbeit“ anbietet. Ein Hell-Dunkel-Gefälle, das – bei der Innenausstattung wie in der Natur – für optische Stabilität sorgt. Offen und „flüchtig“ geben sich nach Meinung der Farbpsychologen auch gern all jene, die Weiß als ihre Lieblingsfarbe ansehen. Sie seien individualistisch und aufgeschlossen, dabei aber auch oft einsam, weil egozentrisch. Weiß-Fans mögen ein Leben ohne äußere Zwänge und neigen zum Einzelgängertum – heißt es. Ob das der „Weißheit“ letzter Schluss ist?

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